Bernauer Straße 4 • 10115 Berlin
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Die Bernauer Straße an der Grenze der Stadtbezirke Wedding (West-Berlin) und Mitte (Ost-Berlin) war ein Brennpunkt der deutschen Nachkriegsgeschichte. Nach der Aufteilung der Stadt durch die Siegermächte grenzten der sowjetische und der französische Sektor in der Bernauer Straße aneinander. Der Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 und seine Folgen, die Zäsur des Mauerbaus, wurden hier in ihrer schärfsten Form erlebt.
Die Strasse steht beispielhaft für die von der Mauer zerstörte Alltagskultur, für das jähe Ende familiärer und freundschaftlicher Beziehungen, für die zahlreichen Mauer-Toten an der Bernauer Straße und die noch zahlreicheren Fluchtversuche. Und auch für die Überwindung der Teilung im geeinten Europa, nach dem Fall der Berliner Mauer.
Sechs Stätten auf dem Kirchenareal und an der Straße bilden heute den zentralen Ort des Gedenkens: die Evangelische Versöhnungsgemeinde (gegründet 1894 und 1985 durch die DDR Regierung gesprengt), die Kapelle der Versöhnung, (1999/2000 von den Architekten Reitermann/Sassenroth gebaut), das Dokumentationszentrum im ehemaligen Gemeindehaus der Versöhnungsgemeinde, das Denkmal Berliner Mauer, der neue Informationspavillon und das Fenster des Gedenkens auf dem von der Mauer zerschnittenen Sophienfriedhof.
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