„... andere vertikale, horizontale und kompositorische Zwischenräume ... die Kraft und die Präsenz des Verschwundenen ... die Zerbrechlichkeit und die Ungewissheit der Erkenntnis der Erkenntnis ... die Fluktuation, die Instabilität des Protokolles ..."
Mark Andre studierte von 1987 bis 1993 u. a. Komposition bei Claude Ballif und Gérard Grisey am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique. In Paris promovierte er außerdem an der École Normale Supérieure über die Musik der Ars subtilior (Le compossible musical de l'Ars subtilior). 1995 erhielt er ein Stipendium des französischen Außenministeriums, das ihm eine Fortsetzung seiner kompositorischen Studien an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Helmut Lachenmann ermöglichte. Im Experimentalstudio für akustische Kunst studierte er elektronische Musik bei André Richard. 1996 konnte er seine Stuttgarter Studien an der Akademie Schloss Solitude weiterführen.
Seitdem Mark Andre bei den Donaueschinger Musiktagen 2007 für seine Komposition ...auf... III, die sein groß angelegtes Orchestertriptychon ...auf... abschließt, den Preis des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg zugesprochen bekam, wurde die öffentliche Aufmerksamkeit noch stärker auf sein Schaffen gelenkt. Aber auch schon vorher erhielt Andre zahlreiche wichtige Preise, so den Kranichsteiner Musikpreis 1996. 2002 wurde ihm der Förderpreis des Ernst von Siemens Musikpreises verliehen.
Aktuell ist Mark Andre einer der am meisten gefragten Komponisten Neuer Musik. Er lehrt an der Frankfurter Musikhochschule und am Conservatoire de Strasbourg. Im Rahmen des Projekts "into...", einer Kooperation des Ensemble Modern und des Siemens Arts Programm in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, wurde Andres Stück "üg", das gemeinsam mit dem Musikinformatiker und Toningenieur Joachim Haas (EXPERIMENTALSTUDIO des SWR) u.a. in Istanbul entwickelt wurde, im Oktober 2008 in der Alten Oper Frankfurt vom Ensemble Modern uraufgeführt.
2009 wurde er zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin und zum Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Dresden berufen. Seit 2010 ist er Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste.
Mark Andre war 2005 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.
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