„Das Konzept von Widerstand ist sehr wichtig für mich, wenn ich komponiere. Widerstand übe ich zuerst gegen mich selbst aus. Er besteht darin, nicht zu akzeptieren, was zu offensichtlich oder zu beweisbar scheint, es geht darum, dem zu widerstehen, was ich schon “kann”. Durch den Widerstand soll meine Musik sich in einem unstabilen Gleichgewicht, in der positiven Ungewissheit und in der Zerbrechlichkeit dessen, was sie aussagt, entfalten.“
Frédéric Pattar, geboren 1969 in Dijon, erhielt seine musikalische Ausbildung zunächst in Dijon (Klavier, Kammermusik, Begleitung, Komposition), dann 1989–1992 in Châlon-sur-Saône (elektroakustische Musik) und ab 1995 in Lyon bei Gilbert Amy (Diplom 1998).1999 folgte ein Aufenthalt am Pariser IRCAM (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique).
Für seine Werke wurden ihm verschiedene Auszeichnungen (z.B. 2005 Kompositionspreis der Fondation André Boucourechliev) und Kompositionsaufträge, u.a. vom Festival d’Automne à Paris und vom Musée du Louvre verliehen. Sie werden von namhaften Ensembles gespielt, wie Ensemble Intercontemporain, Accroche Note, Cairn und das Manfred-Quartett. Seine enge Zusammenarbeit mit dem Ensemble L’Instant Donné schlug sich in mehreren der Gruppe gewidmeten Stücken nieder. Am 7. Mai 2011 wird das Ensemble “Frage”, ein Auftragswerk der Wittener Tage für neue Kammermusik zur Uraufführung bringen.
Die Werke von Frédéric Pattar sind meist kammermusikalisch besetzt, manchmal verwendet er weniger gebräuchliche Instrumente wie die persische Bechertrommel Zarb oder das Fender-Rhodes-Piano.
2010 war er Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.
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